1. Was RepublikReport veröffentlicht
RepublikReport verbindet drei Bereiche: einen transparenten Wahlkompass, Bürgerpetitionen und ein politisches Diskussionsforum. Automatisierung und künstliche Intelligenz werden eingesetzt, um öffentlich zugängliche Informationen schneller zu finden, zu strukturieren und auf Widersprüche hinzuweisen. Eine KI-Ausgabe gilt dabei nicht allein aufgrund ihrer technischen Herkunft als richtig.
2. Automatische Wahltermindrucksuche
Für das jeweils eingestellte Recherchejahr sucht RepublikReport automatisiert nach anstehenden Wahlen in Deutschland. Dazu gehören insbesondere Bundestags-, Europa-, Landtags-, Bürgerschafts-, Kommunal-, Kreis-, Gemeinde-, Stadtrats-, Bürgermeister-, Oberbürgermeister- und Landratswahlen sowie weitere sach- oder personenbezogene Wahlen, soweit sie öffentlich angekündigt und für den Wahlkompass geeignet sind.
Die Suche wird in regionale Arbeitspakete aufgeteilt. Bevorzugt werden offizielle Wahlorgane, Behörden, Kommunen, Parlamente und amtliche Bekanntmachungen. Gerade bei kommunalen Einzelwahlen kann eine kurzfristige Terminänderung oder eine schwer auffindbare Bekanntmachung dazu führen, dass eine Wahl nicht sofort erkannt wird. Maßgeblich bleiben die Veröffentlichungen der zuständigen Wahlbehörden.
3. Parteien, Listen und Kandidierende
Nach Erkennung einer Wahl werden zugelassene oder öffentlich bestätigte Parteien, Listen, Wählervereinigungen und Kandidierende recherchiert. Bei Personenwahlen werden zusätzlich öffentlich relevante Angaben wie bisherige politische Funktionen, Amtsinhaberschaft, Programmschwerpunkte und belegbare öffentliche Positionen berücksichtigt. Private oder für die Wahl nicht relevante persönliche Informationen sollen nicht in den Wahlkompass übernommen werden.
4. Themenauswahl und Formulierung von Thesen
Die KI sammelt politische Sachthemen, die für das konkrete Wahlgebiet und die konkrete Wahl erkennbar relevant sind. Daraus entstehen Vorschläge für kurze, verständliche und möglichst trennscharfe Thesen nach dem Prinzip „Zustimmung – neutral – Ablehnung“. Die Themenauswahl soll unterschiedliche Politikfelder abdecken und darf nicht allein danach erfolgen, welche Position eine bestimmte Partei oder Person begünstigt.
Thesen sollen keine suggestiven Unterstellungen enthalten, keine Antwort bereits sprachlich vorgeben und keine Partei als Ausgangspunkt der Formulierung verwenden. Erläuterungen dienen dazu, den Gegenstand und mögliche Folgen verständlich zu machen, nicht dazu, eine gewünschte Antwort zu fördern.
5. Zuordnung politischer Positionen
Positionen werden möglichst aus offiziellen Wahlprogrammen, Beschlüssen, Kandidaturseiten, amtlichen Dokumenten, parlamentarischen Vorgängen, offiziellen Pressemitteilungen oder eindeutig zurechenbaren öffentlichen Aussagen abgeleitet. Suchmaschinentreffer, KI-Zusammenfassungen oder fremde Kommentare genügen für sich allein nicht als Positionsbeleg.
Eine Quellenadresse wird nur dann als technischer Recherchebeleg übernommen, wenn sie tatsächlich aus der Websuche zurückgegeben wurde. Nicht belegte oder frei formulierte URLs werden verworfen. Bei widersprüchlichen Aussagen wird die Unsicherheit dokumentiert; eine Position soll nicht künstlich eindeutig gemacht werden.
6. Redaktionelle Freigabe
Neu recherchierte Wahlen, Thesen und Positionen durchlaufen einen Prüfstatus. Eine öffentliche Freigabe setzt eine ausreichend belegte Wahl, mehrere Vergleichsoptionen, eine tragfähige Zahl geprüfter Thesen und eine ausreichende Positionsabdeckung voraus. Kritische oder unvollständige Ergebnisse können manuell korrigiert, ergänzt oder zurückgestellt werden.
7. Wie die Wahlkompass-Auswertung funktioniert
Die eigentliche Übereinstimmung wird nicht von einem Sprachmodell entschieden. Nutzer antworten auf jede These in abgestuften Positionen und können einzelne Fragen überspringen oder besonders gewichten. Die Antworten werden mathematisch mit den freigegebenen Positionen der Parteien, Listen oder Kandidierenden verglichen.
Fehlende Positionen werden nicht als Zustimmung oder Ablehnung interpretiert. Zusätzlich zur Übereinstimmung werden die Positionsabdeckung und die Aussagekraft des Ergebnisses berücksichtigt. Dadurch soll verhindert werden, dass ein Teilnehmer mit sehr wenigen bekannten Positionen allein aufgrund einer kleinen Datenbasis unverhältnismäßig gut erscheint.
8. Keine Wahlempfehlung
Ein hoher Übereinstimmungswert bedeutet ausschließlich, dass die gespeicherten Positionen bei den beantworteten Thesen ähnlich sind. Er ist keine Empfehlung, keine Prognose und keine Bewertung der persönlichen Eignung, Glaubwürdigkeit oder Regierungsfähigkeit einer Partei oder Person. Für eine Wahlentscheidung sollten zusätzlich Programme, Kandidaturen, politische Leistungen und weitere Quellen geprüft werden.
9. Petitionsprüfung
Petitionen können vor Veröffentlichung automatisiert auf Verständlichkeit, klar überprüfbare Tatsachenbehauptungen, Quellenlage und erkennbare Rechts- oder Sicherheitsrisiken untersucht werden. Die KI unterscheidet dabei zwischen Forderungen, Meinungen und Tatsachenbehauptungen. Politische Unbequemlichkeit, Kritik oder eine Minderheitsposition sind kein Ablehnungsgrund.
Eine automatisierte Vorprüfung ist weder gerichtliche Tatsachenfeststellung noch Rechtsberatung. Je nach Ergebnis erfolgt eine menschliche Prüfung oder eine Bitte um Überarbeitung.
10. Politikforum und Moderation
Forumsbeiträge stammen von Mitgliedern. RepublikReport bewertet eine politische Aussage nicht danach, ob sie mit der redaktionellen Haltung übereinstimmt. Moderationsentscheidungen richten sich nach Recht, Community-Regeln, konkretem Verhalten und erkennbaren Risiken. Reaktionen anderer Nutzer sind keine redaktionelle Qualitätsbewertung.
11. Korrekturen und Einwände
Parteien, Kandidierende, Betroffene und Besucher können konkrete Fehler, veraltete Quellen oder falsche Positionszuordnungen melden. Entscheidend ist eine überprüfbare Begründung und möglichst eine belastbare Quelle. Korrekturen werden nicht davon abhängig gemacht, ob sie politisch günstig oder ungünstig für einen Beteiligten sind.
Das Verfahren ist unter Quellen & Korrekturen beschrieben. Rechtliche Beanstandungen und Beschwerden gegen Moderationsentscheidungen können über Inhalt melden eingereicht werden.
12. Grenzen automatisierter Recherche
Auch eine umfangreiche Webrecherche kann veraltete, missverständliche oder unvollständige Quellen enthalten. Kommunale Informationen sind teilweise nur in lokalen Bekanntmachungen oder nicht dauerhaft indexierten Dokumenten verfügbar. RepublikReport kennzeichnet Unsicherheiten und bevorzugt nachvollziehbare Quellen, kann aber keine absolute Vollständigkeit oder Fehlerfreiheit garantieren.
13. Parteienmeldungen und redaktionelle Unabhängigkeit
Bezahlte Werbung wird derzeit nicht angeboten. Parteienmeldungen sind unbezahlte Originalinhalte und technisch sowie redaktionell vom Wahlkompass, von Petitionen und vom Politikforum getrennt.
Originalmeldungen verifizierter Parteien werden als unbezahlte Originalmeldungen gekennzeichnet. Eine Veröffentlichung bedeutet nicht, dass RepublikReport die politische Aussage übernimmt. Eine bezahlte Hervorhebung dieser Beiträge ist nicht möglich.
Politische Werbung, Wahlwerbung, kommerzielle Anzeigen und bezahlte Parteienkommunikation werden derzeit nicht angeboten.
